Die aktuellen Sparzinsen in Österreich – April 2025

Sparer:innen in Österreich dürfen sich weiterhin über ein attraktives Zinsumfeld freuen – zumindest im Vergleich zu den mageren Jahren vor 2022. Auch wenn die Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt keine weiteren Zinserhöhungen vorgenommen hat, halten viele Banken ihre Sparzinsen auf hohem Niveau – mit leicht fallender Tendenz bei den Neukundenangeboten.

Ob täglich fälliges Tagesgeld, gebundenes Festgeld für 3, 6 oder 60 Monate oder sogar noch längere Laufzeiten: Der Vergleich lohnt sich. Besonders steuereinfache Angebote sind für viele Österreicher:innen weiterhin attraktiv, da sie automatisch die Kapitalertragsteuer (KESt) abführen und somit keine zusätzliche Steuererklärung nötig ist.

📈 Tagesgeld – Flexibilität trifft Zinsen

Tagesgeldkonten bieten derzeit bis zu 2,85 % p.a., wobei die Top-Angebote fast ausschließlich für Neukund:innen gelten. Besonders hervorzuheben:

  • Austrian Anadi Bank: 2,85 % p.a. für Neukund:innen (3 Monate fix), danach 1,90 %
  • DADAT Bank: 2,70 % p.a. (ebenfalls 3 Monate), danach 1,75 %
  • Santander Bank: 2,50 % p.a. für 4 Monate – mit monatlicher Zinsgutschrift

Alle drei Angebote sind steuereinfach, sprich: Die KESt wird automatisch abgeführt.

Im regulären Segment ohne Neukundenstatus ist derzeit Renault Bank direkt mit 2,05 % p.a. vorn – allerdings nicht steuereinfach, da mit französischer Einlagensicherung.

Festgeld – Wer sich bindet, kann profitieren

Je nach Laufzeit variieren die Zinsen beim Festgeld. Die attraktivsten Angebote (Stand 1. April 2025) lauten. Die hier gelisteten Banken sind allesamt steuereinfach:

3 Monate

  • Vakifbank: 2,50 %
  • DenizBank: 2,45 %
  • Austrian Anadi Bank: 2,40 %

6 Monate

  • RLB NÖ-Wien: 2,50 %
  • Anadi Bank & Vakifbank: je 2,40 %

12 Monate

  • Raiffeisenbank Wels: 2,50 %
  • DenizBank: 2,40 %

18 Monate

  • DenizBank: 2,45 %
  • Kommunalkredit Austria: 2,25 %

24 Monate

  • DenizBank: 2,35 %
  • Renault Bank direkt: 2,25 %

36 Monate

  • Renault Bank direkt: 2,30 %
  • DenizBank & Kommunalkredit: je 2,25 %

48 Monate

  • Bundesschatz.at: 2,40 % – besonders beliebt durch staatliche Sicherheit und Online-Abwicklung
  • Renault Bank direkt: 2,35 %

60 Monate

  • Renault Bank direkt: 2,40 %
  • Wüstenrot Bank: 2,35 %

Auffällig ist: DenizBank zeigt sich über alle Laufzeiten hinweg sehr stark positioniert. Viele Angebote sind zudem steuereinfach, was sie besonders für sicherheitsorientierte Sparer:innen interessant macht.

📉 Zinstrend: Erste Abwärtsbewegung bei Neukundenaktionen sichtbar

Die letzten Wochen zeigten erste Zinssenkungen – insbesondere bei Neukundenangeboten im Tagesgeldbereich. Beispiele:

  • DADAT senkte von 2,85 % auf 2,70 %
  • Denzel Bank bietet seit Mai nur noch 1,50 % statt vormals 1,90 %

Auch bei längerfristigen Laufzeiten bewegen sich viele Angebote seitwärts oder leicht nach unten. Die Hochzinsphase scheint ihren Zenit überschritten zu haben – ein guter Zeitpunkt also, um sich noch attraktive Konditionen für die nächsten Jahre zu sichern.

💡 Tipp: Steuereinfach vs. Nicht-steuereinfach

Während österreichische Banken die KESt automatisch abführen, müssen bei ausländischen Anbietern wie Trade Republic, Bigbank oder Advanzia die Zinsen in der Steuererklärung angegeben werden. Das ist zwar kein Hexenwerk, aber ein Zusatzaufwand – für viele Sparer:innen ein wichtiges Entscheidungskriterium.

🧾 Fazit: Jetzt handeln, bevor die Zinsen weiter sinken?

Wer in den letzten Jahren seine Rücklagen zu 0,01 % verzinst auf dem Sparkonto hatte, hat spätestens jetzt eine echte Alternative. Tagesgeld ist ideal für kurzfristige Liquidität, während Festgeld mit längeren Laufzeiten vor weiter sinkenden Zinsen schützt.

👉 Vergleiche regelmäßig – und nutze unsere Filteroptionen nach Laufzeit, Steuereinfachheit und Zinsgutschrift!

Über Sparzinsen.at

Der wohl größte und umfangreichste Sparzinsen Vergleich in Österreich mit vielen Hintergrundinformationen rund um die Themen Sparen & Zinsen.

Seit 2009 führe ich eine Datenbank über die Sparzinsen hier in Österreich, gleich ob inländische oder ausländische Angebote. Ziel ist es für die Menschen hier in Österreich einen guten Überblick zu geben, welche Banken interessante Sparzinsen bieten, um das Maximum für das Ersparte herauszuholen.

Andreas Greiner, Betreiber von Sparzinsen.at

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